Sabine Schaible-Friedel und ich waren am Mittwoch, den 17.06.26 zum „Runden Tisch Stadtsauberkeit“ bei der Abfallwirtschaft Stuttgart (AWS) eingeladen.
Dieser Termin findet 1x im Jahr statt. Die AWS, aber auch die Stuttgarter Verkehrsbetriebe (SSB) und das Amt für öffentliche Ordnung (AföO) präsentierten, was sie zum Thema Stadtsauberkeit aktuell machen und zukünftig machen werden oder wollen. Dazu waren Akteure aus Lokalpolitik und Verwaltung sowie interessierte Bürger:innen, Vereine, Initiativen eingeladen. Es waren ca. 40-50 Personen vor Ort.
Von der AWS waren unter anderem Herr Töpfer (AWS-Chef) und Herr Hofmeister (Leiter der Stabsstelle Stadtsauberkeit) dabei. Dazu kamen noch Vorträge von Herrn Schirrling (SSB), sowie den Herren Stadler und Steinicke vom Amt für öffentliche Ordnung (AföO). Die aus unserer Sicht interessantesten Punkte waren:
- Herr Hofmeister stellte den Leiter des Teams der AWS-Entsorgungsüberwachung („Müll-Sheriffs“) vor. Im Juni haben dieser und 3 weitere Mitarbeiter die Arbeit aufgenommen, es werden zum Jahresende weitere 5 Mitarbeiter hinzustoßen, so dass das Team am Ende aus 9 Personen bestehen wird. Das Team hat keine polizeilichen Befugnisse (trägt also weder Waffen noch Sheriffsterne), soll aber sowohl selbständig als auch auf Hinweis von Bürger:innen „Wilden Müll“ aufspüren. Also z.B. nicht angemeldeten Sperrmüll oder größere Müllberge bei Containern und auf öffentlichen Flächen. Aufgespürter Müll wird mit Absperrband und Hinweis markiert und auf Herkunft analysiert. Falls Beweise gefunden werden, die auf Urheberschaft hindeuten, wird das AföO bzw. die Umweltbehörde eingeschaltet. Danach wird der Müll von der AWS abgefahren.
- Die AWS wird ab sofort für die Abholung von nicht angemeldetem Sperrmüll Rechnungen an die Eigentümer:innen bzw. Verwaltungen der Häuser verschicken, vor denen der Müll lagert.
Selbst auf Gefahr hin, dass das Geld tatsächlich nicht eingetrieben werden kann, weil gerichtsfeste Beweise auf die Urheberschaft fehlen. - Es wird fortan (vergeben an Dienstleister) regelmäßige Säuberungen von Altkleider- und Altglascontainerstandorten geben, zwischen 1x pro Woche und 5x pro Woche.
- Es läuft wieder eine Umfrage der AWS unter https://www.stuttgart.de/service/entsorgung/aws-umfrage-stadtsauberkeit
- Angedacht ist auch eine neue Informationskampagne zum Verhalten an Abfall-Hotspots, wie Altkleider- und Altglascontainern, Aussichts- und Treffpunkten. Mit den bisherigen Kampagnen wurden nach Ansicht der AWS die eigentlichen Zielgruppen nicht erreicht. Zwar waren die Slogans „griffig“, („Stuttgart macht’s rein“, „Gibs mir“, …) diese wurden aber eher von Leuten gelesen und verstanden, die ihren Müll sowieso nicht auf die Straße werfen würden.
In der Mitte des Fotos sieht man den Leiter der AWS (Herr Töpfer). Die orangefarbene Krawatte hat er zum Internationalen Tag der Müllabfuhr angelegt.
(https://www.kuriose-feiertage.de/internationaler-tag-der-muellabfuhr/)


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